Features

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Die Dörnthaler Leinöl-Müllerin Von Matthias Körner Regie: Andre Lüer Produktion: MDR 2020 - Ursendung -

Samstag 09:05 Uhr Ö1

Hörbilder

Schwerpunkt Nebenan Ukraine: "Avdeevka dreaming" Ein Feature von Julia Solovieva (Übernahme NDR/DLF 2019) Die Autorin Julia Solovieva traf Kinder, für die Bomben, Explosionen und die ständige Präsenz der Armee zum Alltag gehören. Deren Blick auf die Welt ist dennoch optimistisch. Avdeevka, oder Awdijiwka auf Ukrainisch, ist eine kleine Stadt ganz in der Nähe der Donezker Kampfgebiete. Im September 2018 hat Julia über Facebook Olga aus Awdijiwka kennengelernt. Sie beginnen, sich zu schreiben. Es geht um Alltägliches: das Wasserwerk wurde beschädigt, das Wasser wird mit LKWs gebracht, mit dem Gas gibt es ähnliche Probleme, auch mit Medikamenten und mit Lebensmitteln. Es geht immer um eine kaputte Welt. Was soll Julia aus dem heilen Hamburg auch mitteilen? Dass sie sich das alles gerne vor Ort ansehen würde? Komm, sagt Olga, mach einen Workshop! Sprich mit den Kindern und Jugendlichen! Also bietet Julia einen Workshop an: "Träume". So entsteht ein Hörstück von Träumen und Alpträumen in einem seit langem vom Krieg bedrohten Land.

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Hundert Jahre Melancholie Mircea C?rt?rescu, Schriftsteller aus Bukarest Von Simone Hamm Aufnahme WDR/SWR 2016 Mircea C?rt?rescu, der am 1. Juni 64 Jahre alt wird, gilt als wichtigster zeitgenössischer Autor Rumäniens. In seinen großen Romanen der Orbitor-Trilogie wird Bukarest zu einem phantastischen Universum, in dem nicht nur die eigene Familiengeschichte spielt, sondern auch der Staatssozialismus in der Erinnerung seltsam schreckliche Blüten treibt. Bukarest, das ist die Stadt, in der Mircea C?rt?rescu 1956 geboren wurde und in der er sein ganzes Leben verbracht hat. Hier hat er studiert, hier hat er an der Universität gearbeitet, hier hat er angefangen, Gedichte zu schreiben. In den drei Romanen der Orbitor Trilogie irrlichtern seine Protagonisten durch ein apokalyptisches, phantasmagorisches Bukarest. Mircea C?rt?rescu hebt in seinen Romanen die Grenzen zwischen Traum und trister Wirklichkeit, zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Raum und Zeit auf. Bei ihm muss man sich als Leser einlassen auf Wahn und Halluzinationen, morbide Erotik und psychedelische Träume, die fast immer zu Alpträumen werden. Aber auch auf bitterböse, urkomische Satire. Mircea C?rt?rescu schreibt in seinen vielfach preisgekrönten Romanen über Adoleszenz, erwachende Sexualität, Geheimbünde, Insekten, manieristische Gemälde, die komplexe Struktur einer Familie, seine Mutter und sehr viel über sich selbst. Und immer wieder über Bukarest. So wie Flaubert sagt, er sei Madame Bovary, so sagt C?rt?rescu, er sei Bukarest. Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Die Wurlitzer Musikfamilien zwischen Mozart und Maratonga Von Ulrike Zöller Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Wurlitz ist ein kleiner Ort in Oberfranken - mit nur einem berühmten Bürger: Hans Vogt, den Erfinder des Tonfilms. Was für ein Zufall, dass ausgerechnet ein Wurlitzer dem Unternehmen Wurlitzer in den USA schwer schadete: Franz Rudolf Wurlitzer, ein Instrumentenbauer, war 1853 in die USA ausgewandert und hatte begonnen, neben Streichinstrumenten, Harfen, Klavieren und Orgeln an einem Wunderwerk zu bauen. Die "Mighty Wurlitzer" mit über 1200 Pfeifen begleitete als Kinoorgel vor allem Stummfilme, live im Kinopalast. Nach der Erfindung des Tonfilms wandte sich die Firma Wurlitzer dem Bau von elektrischen Orgeln und vor allem von Musikboxen zu, die auf Wunsch den gewählten Titel erklingen lassen. Jukeboxes oder "Wurlitzers" genannt. Unter Klarinettisten bedeutet der Name aber etwas ganz andere. "Die Wurlitzer" ist eine heute noch von Hand gefertigte Meisterklarinette. Das Familienunternehmen befindet sich inzwischen im mittelfränkischen Neustadt an der Aisch. Musikliste: Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert-Rondo D-Dur, KV 382 (Carl Seemann, Klavier; Bamberger Symphoniker: Fritz Lehmann) Robert Ducksch: "Ufaton-Bomben-Medley" (Robert Ducksch) John Philip Sousa: "Gallant and gay we"ll march away / Let"s Hurrah!" (The Nonpareil Wind Band) Sergej Prokofjew: Sonate C-Dur, op. 56 (Eleonora Turovsky, Violine; Yuli Turovsky, Violoncello) Robert Ducksch: "Chattanooga choo choo" (Robert Ducksch) George Gershwin: "Rhapsody in Blue" Friedrich Schröder: "Man müßte Klavier spielen können" (Tanzorchester Horst Winter) Neil Sedaka: "Stupid cupid" (Conny: Francis) Mike Stoller: "King Creole" (Elvis Presley) Werner Scharfenberg: "Der weiße Mond von Maratonga" (Lolita) Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur, KV 622 (Sabine Meyer, Klarinette; Nürnberger Symphoniker: Jean-Pierre Jacquillat) Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento nach Arien aus "Così fan tutte" (Trio di Clarone) Alex Wurlitzer: "Don"t drink the water" (Alex Wurlitzer) Ryuichi Sakamoto: " Little Buddha" (Ryuichi Sakamoto) Victor Young: "The greatest show on earth" (Robert Ducksch)

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Wirklichkeit im Radio Vorname Jonas Von Thomas Heise Regie: der Autor Ton: Hans Blache, Rolf Haberlandt, Anette Gudra Produktion: Rundfunk der DDR 1990 Länge: 53"30 Systemsprenger sind heute in aller Munde. Der Versuch, den Schüler Jonas zu disziplinieren, zeigt das Erziehungssystem der DDR in solcher Klarheit, dass der auftraggebende Rundfunk das Feature 1983 nicht senden wollte. Ein Bericht über die ersten Wochen nach der Entlassung des 20-jährigen Jonas aus dem DDR-Strafvollzug im Juli 1983 nach einer einjährigen Haftstrafe, zu der Jonas im Mai 1982 wegen asozialen Verhaltens und Arbeitsbummelei verurteilt wurde. Filmemacher Thomas Heise durfte in dieser Radioarbeit nicht nur Jonas und seine Familie , sondern auch Männer und Frauen, die von Staats wegen seine Wiedereingliederung in die sozialistische Gesellschaft verfolgten, aber nicht erreichten. Das Hörstück konnte erst 1990 fertiggestellt werden. Thomas Heise, geboren 1955 in Berlin, Studium an der HFF Potsdam-Babelsberg. Seit 1983 Autor und Regisseur für Theater, Hörspiel und Dokumentarfilm. 2007-2013 Professor für Film und Medienkunst in Karlsruhe, seit 2013 Professor an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Seit 2018 Direktor der Sektion Film- und Medienkunst an der Akademie der Künste Berlin. Zuletzt: "Heimat ist ein Raum aus Zeit" (Deutscher Dokumentarfilmpreis 2019). Vorname Jonas

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