Spezialtipp

Vom Gauner persönlich

Bild: HR/Ben Knabe

Samstag, 23:00 Uhr HR2

Hörspiel

Vom Gauner persönlich

Hörspiel nach der gleichnamigen Inszenierung von Martha Ebert des Schauspiel Frankfurt unter Einbeziehung von Texten von Henry Jaeger, Musik: granular synthese, Funkregie: Miriam Brand. Alex Matwijuck (Gitarre, Bass).

Tagestipp

Heute, 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Der Zusammenstoß Requiem für John Braasch Von Egon Koch Regie: der Autor Mit: Annette Wunsch und Sebastian Mirow Ton und Technik: Ute Hesse und John Krol Produktion: SWR 2019 Länge: 54"05 In den Morgenstunden des 4. Mai 2017 rast ein Auto mit 145 km/h frontal in ein anderes hinein. Vier Menschen sind in den Zusammenstoß verwickelt, einer davon stirbt. Die Angehörigen stehen vor vielen Fragen. In den Morgenstunden des 4. Mai 2017 rast in der Hamburger City ein gestohlenes Auto mit 145 km/h frontal in ein Taxi hinein. Vier Menschen sind in den Zusammenstoß verwickelt. Der junge Barkeeper und Künstler John Braasch stirbt an Ort und Stelle. Die anderen drei sind schwerverletzt, darunter der Todesfahrer, ein Kleinkrimineller auf der Flucht vor der Polizei. Welche Lebenswege führten die Beteiligten zur gleichen Zeit an den Ort des Unfalls? Und wieso kam es dazu? Zufall? Unglück? Schicksal? Was hätte geschehen müssen, um den Unfall zu vermeiden? Für das Hamburger Landgericht handelt es sich um Mord und zweifachen Mordversuch. Es verurteilt den Todesfahrer zu lebenslanger Haft. Ein Novum. 2019 bestätigt der Bundesgerichtshof das erste Mordurteil im Straßenverkehr. Für die Überlebenden stellt sich jedoch noch eine weitere Frage: Wie leben angesichts des jederzeit möglichen Todes? Egon Koch, geboren in Bühl/Baden, verbrachte seine Kindheit auf dem Rheinschiff "Rabelais" und studierte an der FU Berlin. Mitte der 1980er Jahre begann er in Paris für Radio France zu arbeiten. Bis heute veröffentlichte er zahlreiche Erzählungen, Romane, Radiofeatures und den Dokumentarfilm "Mordfall: John Lennon". Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den dokKa-Preis Hördokumentation für "Die Draufgängerin - Meine Tochter und ich" (2016).

Konzerttipp

Heute, 19:05 Uhr BR-Klassik

Opernabend

Giuseppe Verdi: "Un ballo in maschera" Melodramma in drei Akten In italienischer Sprache Amelia - Leontyne Price Oscar - Reri Grist Ulrica - Shirley Verrett Riccardo - Carlo Bergonzi Renato - Robert Merrill und andere Chor und Orchester der RCA Italiana Leitung: Erich Leinsdorf Aufnahme von 1966 Giuseppe Verdis genial konzipierte Oper "Un ballo in maschera" nach dem historischen Königsmord an Gustav III. von Schweden ist in diesen Corona-Zeiten wegen diverser Maskierungen in Handlung und Musik von trauriger Aktualität. Ein Klassiker der Diskografie aus dem Jahr 1966 regt uns darüber hinaus dazu an, die beängstigende rassistische Fratze unserer Tage zu reflektieren. Kurz vor der US-Wahl bringt BR-Klassik drei legendäre schwarze Diven in Erinnerung, die an der römischen "Maskenball"-Produktion des Dirigenten Erich Leinsdorf beteiligt waren: Leontyne Price als Amelia, Shirley Verrett als Ulrica und Reri Grist als Oscar. Diese bedeutenden Vertreterinnen des jugendlich-dramatischen Sopran-, des Mezzosopran- und des Koloratursopranfachs bilden hier klangfarblich eine betörende Front, frei nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark"! Die Damen stehen dem einst vielfach umjubelten amerikanischen Bariton Robert Merrill als Renato gegenüber - und dem bis heute unübertroffenen Verdi-Interpreten Carlo Bergonzi in der Tenorpartie des Riccardo. Ein echtes Schmankerl für Opernfreunde.

Hörspieltipp

Heute, 20:00 Uhr Alex Berlin

Tinnitus

Hörspielexpertin Natalie Gorris wirft Blicke hinter die Kulissen, interviewt Hörspieler und stellt ihre Werke vor - Blicke über den Tellerrand inklusive.

Featuretipp

Heute, 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Eine Liebe gegen Pinochet Was passiert, wenn der Feind plötzlich weg ist? Von Matthias Zuber Während in Chile ein Plebiszit der noch aus der Diktatur stammenden Verfassung ein Ende setzen will, blicken eine Frau und ein Mann zurück: Auf ihre Geschichte als Paar, die auch eine Geschichte des Widerstands war. Als Susanne und Marcelo sich kennenlernen, wird im Andenland gefoltert und gemordet. Marcelo ist Teil der chilenischen Band Inti Illimani. Im italienischen Exil macht er Musik gegen die Militärdiktatur in seinem Heimatland. Susanne, aus Berlin stammend, studiert. Sie heiratet Marcelo und mit ihm die Intis. Ihr Leben ist bestimmt vom Kampf gegen Pinochet, vehementen politischen Debatten und dem Tourplan der Band. 1988 endet die Militärdiktatur. Kein Feind mehr. Und dann? Was bedeutet der Wegfall der "klaren Fronten" für die Identität? Wie hat der Verlust der mächtigen Narrative die Welt verändert? - Im Großen; aber auch im Privaten? Produktion: SWR/WDR 2020 Wiederholung: So 15.04 Uhr

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Wolfsspuren

Jeder in Frankreich kennt die Legende der "Bestie von Gévaudan". Eine Serie grausamer Morde kündet von ihrer Rückkehr. Selbst der rationale Verstand eines C. Auguste Dupin kommt beim Anblick der dahingeschlachteten Opfer an seine Grenzen. Zusammen mit seinem Freund und Chronisten Edgar Allan Poe wagt er es dennoch der blutigen Spur zu folgen, die sie in dunkle Abgründe blicken lässt.

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